Fünftes Testspiel, fünfter Sieg. Die Bilanz sieht aus wie ein Aufbruch, das Spiel war nicht so wirklich einer. Sevilla steigt nächstes Wochenende in La Liga ein und sollte deshalb zeigen, wo die Werkself steht. Gezeigt hat sich vor allem, dass ein Gegner, der offensiv kaum stattfindet, kein Maßstab ist. Sechzig Minuten lang bekam Bayer keinen Zugriff. Das Gegentor in der 16. Minute hat sich diese Mannschaft selbst (oder in Person von Jeanuël Belocian) eingebrockt.
Das eigentliche Thema sind die Abstände. Zwischen den Ketten, zwischen den Spielern, in beiden Halbzeiten, mit der ersten Elf und mit der zweiten. Wenn ein Problem in wechselnder Besetzung zweimal auftritt, ist es kein Moment mehr, sondern ein Muster.
Positiv bleibt einiges. Die Bank hat das Spiel gedreht. In der 67. flankt Miguel Gutiérrez von links, Patrick Schick köpft ein. Zwölf Minuten später läuft der Ball über Victor Boniface und Martin Terrier, Schick schließt am Ende überlegt zum 2:1 ab. Der Spanier zeigte hier und da, dass er ein guter Ersatz für Alex Grimaldo sein könnte. Und Schick trifft weiter, als wäre es Verwaltungsarbeit.