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Artikel · 3. Spieltag · Auswärts

FC Augsburg – Bayer Leverkusen 2:2

16. Sep. 2026 FC Augsburg WWK Arena, Augsburg Remis 2:2

Leverkusen lässt weiter Federn beim Remis gegen den FC Augsburg. Statt fröhlich von den oberen Tabellenplätzen zu winken, liegt die Werkself nach drei Spieltagen schon fünf Punkte hinter dem Spitzenreiter.

1. Ein 2:2 gegen den Spitzenreiter der Bundesliga am 3. Spieltag ist ein Spitzenergebnis. Spitzenreiter nach zwei Spieltagen heißt allerdings gar nichts. Gleich weniger spitze wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass Bayer nur durch seine eigene Schusseligkeit überhaupt zwei Gegentore kassiert hat. Vorne haben sie geliefert, hinten zweimal die Tür aufgehalten. Ach, und am wenigsten spitze ist die Tatsache, dass man nach Spielen gegen Elversberg, Union und jetzt gegen Augsburg den Anspruch hatte, neun Punkte einzufahren, und stattdessen vier auf dem Konto verbucht hat.

2. 2,64:1,11 Expected Goals. 30:8 Torschüsse. 14:2 Ecken. 63:37 Prozent Ballbesitz. Alles pro Bayer. Da sieht ein 2:2 blöd aus.

3. Egal wen Carles Martínez in den Sturm packt, ob Christian Kofane von Beginn an oder Patrick Schick ab der 63. für ihn: Die beiden knipsen. Schick schon mit seinem zweiten Hackentor in dieser Saison.

4. Egal wen Carles Martínez in die Abwehr stellt, jeder ist für einen Fehler gut oder steht einen Schritt zu weit weg vom Gegenspieler.

5. Zehn Minuten reichten Augsburg, um Bayer in arge Bedrängnis zu bringen. Auch gegen Elversberg waren es zehn Minuten, die die Werkself auf die Verliererstraße brachten. Zweimal dasselbe Muster ist kein Zufall mehr.

6. 14 Ecken für Bayer, keine drin. Augsburg hatte zwei und macht aus einer das 2:1. Derselbe Standard, einmal als Dauerbeschäftigung ohne Ertrag, einmal als Geschenk. Wie frei kann ein Michael Gregoritsch bei einer Ecke stehen? Antwort: Ja.

7. Und apropos Gregoritsch. Beim 1:1 ließ er Mark Flekken mit einer minimalen Ballberührung ganz alt aussehen. Flekken weiterhin nicht die Sicherheit in Person.

8. Immerhin nie aufgegeben. Das 1:2 ausgeglichen, statt das Spiel wegkippen zu lassen. Es hätte auch schlimmer kommen können.

9. Die Einwechselspieler erreicht der Trainer. Sie kommen rein und verändern das Spiel, Schick ist das beste Beispiel. Die Halbzeitansprache dagegen muss komplett danebengegangen sein. Direkt nach dem Wiederanpfiff hat Bayer geschlafen, und hinterher sagen sie in den Interviews, man habe sich eigentlich etwas anderes vorgenommen.

10. Bisher alles noch eine große Wundertüte. Das muss konstanter werden. In allen Mannschaftsteilen Baustellen.

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